Kleingeld

Also, ich habe das untersucht: man kann jeden Geldbetrag mit maximal 8 Münzen (und beliebig vielen Scheinen) passend bezahlen. Zum Beispiel 4,99€ mit 2€+2€+50c+20c+20c+5c+2c+2c. Im Durchschnitt braucht man 4,6 Münzen.

Das ist ja soweit in Ordnung. Nur fällt mir auf, daß sich immer sehr viel Kleingeld in meinem Geldbeutel ansammelt, wenn ich in Deutschland bin. Man will vielleicht an der Supermarktkasse, wenn zwanzig Leute hinter einem warten, nicht unbedingt 8 Münzen aus dem Geldbeutel suchen. Und wenn man dann nicht im Büro das Kleingeld immer in der Kaffekasse entsorgen kann, dann sammelt es sich eben an.

In anderen Ländern ist das anders. Am besten ist es meiner Erfahrung nach in Japan. Dort gibt es weniger Münzen: 1/5/10/50/100 Yen. Und die sehen auch noch ganz unterschiedlich aus: 1 Yen ist aus Aluminium, 5/10 Yen aus Kupfer und 50/100 Yen sind silbern, die 5er und 50er haben ein Loch in der Mitte. Damit findet man im Geldbeutel schnell die Münze, die man haben will.

Wenn man In Deutschland die 2er und die 20er abschaffen würde, hätte man auch einen aufgeräumten Geldbeutel. Man könnte dann immer noch jeden Betrag mit max. 12 Münzen bezahlen, und der Durchschnitt läge bei 6,2 Münzen.

Das wäre auch viel besser als der Vorschlag, die 1-Cent-Münze abzuschaffen, denn man könnte weiterhin ungerade Beträge bezahlen.

Ich hoffe ja noch, daß irgendwann die Geschäfte vernünftig werden und für ihre Produkte glatte Beträge verlangen (3€ statt 2,99€), aber ich fürchte, das ist noch unwahrscheinlicher.

Nachts sind alle Autos grau.

Tagsüber auch.

Für mein altes Auto hatte ich mir die Farbe „Inka-Gold Metallic“ ausgesucht, umgangssprachlich auch „Leberwurst“ genannt. Damals habe ich mir nicht viel dabei gedacht, erst jetzt habe ich erkannt, daß das eine sehr gute Wahl war. Mein neues Auto ist nämlich Grau metallic. Das habe ich mir nicht ausgesucht, das war das was der Händler eben rumstehen hatte.

Das Problem: alle anderen Autos sind auch Grau metallic! Auf unserem Firmenparkplatz findet man in jeder Reihe zwei oder drei blaue, ein rotes und 30 graue Autos. Jeden Abend suche ich mein Auto. Das Problem kannte ich vorher gar nicht, da habe ich mein Auto immer sofort gesehen.

Dabei bietet Toyota für den Yaris sogar doppelt so vielen Farben ohne Aufpreis an wie zum Beispiel VW für den Polo – nämlich zwei.

Über den Speicher in Android-Geräten

Mein Telefon hat 4GB Speicher und eine 8GB SD-Karte. Warum beschwert es sich dauernd, daß der Speicher voll wäre?

Android teilt den Speicher intern in verschiedene Bereiche auf:

Telefonspeicher

Ein sehr unglücklicher Name, denn das ist nicht einfach der im Telefon eingebaute Speicher, sondern nur ein kleiner Teil davon. Alle Apps werden in den Telefonspeicher installiert. Dieser befindet sich im Dateisystem unter /data. Mit einem Dateimanager erscheint /data leer, nur bei einem gerooteten Telefon sieht man die einzelnen Pakete.

Wieviel Telefonspeicher man hat, sieht man unter Einstellungen -> Speicher. Mein Telefon hat hier nur 748MB der 4GB, und das ist der Teil, der bei mir immer zu klein ist. Schließlich braucht eine große App (wie zum Beispiel Chrome oder Angry Birds) leicht mehr als 50MB.

Interner Speicher

Der Interne Speicher befindet sich unter /mnt/sdcard. Das ist ebenfalls sehr unglücklich gewählt, weil er sich eben nicht auf der SD-Karte befindet, sondern Teil der fest eingebauten 4GB ist. Hier werden Fotos, Musik, Filme und andere große Daten gespeichert. Unter Einstellungen -> Apps -> Intern sieht man, wieviel davon noch frei ist. Mein Telefon hat hier 2GB, und noch 25% davon frei (und man könnte leicht mehr frei machen, indem man Musik, Fotos oder den Cache einiger Apps löscht).

Man kann den Internen Speicher auch zum Teil für Apps nutzen: Unter Einstellungen -> Apps -> Heruntergeladen eine App auswählen, und dann „In intern. Speicher verschieben“. Das funktioniert aber nicht für alle Apps – wenn eine App Widgets, Live-Hintergründe oder Hintergrund-Dienste mitbringt, lässt sie sich nicht verschieben.

SD-Karte

Das ist nun wirklich die SD-Karte. Mit einem Dateimanager findet man sie unter /mnt/ext_card.
Die SD-Karte lässt sich nur für Daten wie Filme, Musik oder Fotos nutzen, für Offline-Landkarten, Offline-Wikipedia, oder Backups. Um Daten auf die SD-Karte zu schreiben benötigt eine App eine spezielle Berechtigung (die man beim Installieren bestätigen muss).
Auf der SD-Karte ist bei mir immer genug Platz – und notfalls lässt sie sich ja auch ganz leicht gegen eine Größere Karte tauschen. Aber mehr Platz für Apps bekommt man damit nicht.

Schlussfolgerungen

Die SD-Karte bietet viel Platz und lässt sich leicht vergrößern. Folglich sollte man bei jeder App prüfen, ob sie die SD-Karte nutzen kann. Das gilt insbesondere für Apps, die viele Daten benötigen oder produzieren (Fotos, Musik, E-Books, Karten, etc).

Den dadurch freien Internen Speicher kann man nutzen, um dort die Apps hinzuverschieben, bei denen das möglich ist. Dadurch wird mehr von dem wertvollen Telefonspeicher frei, den man für Apps braucht.

Mein Tablet scheint übrigens eine etwas andere Aufteilung zu haben: Hier gibt es keine Trennung zwischen Telefonspeicher und Internem Speicher. Das hat den großen Vorteil, daß man Fotos löschen könnte, um Platz für Apps zu bekommen.

RAM

RAM ist ein anderes Thema. Der RAM enthält die Apps, die momentan laufen – entweder als Dienst, oder weil der Benutzer sie gestartet hat. Bei Android werden Apps nicht beendet, wenn man sie schließt, sondern eher „minimiert“. Sie bleiben im Speicher und warten im Hintergrund, bis man sie wieder braucht. Wenn der freie RAM-Speicher knapp wird, beendet das System selbständig einige der Apps im Hintergrund. Generell heißt es, man soll sich als Benutzer keine Gedanken um den RAM machen.

Ich habe aber beobachtet, daß der RAM so knapp wurde, daß das System anfing, Hintergrunddienste zu schließen. Die haben sich dann von selbst wieder gestartet, wodurch wieder andere Dienste geschlossen wurde. Dadurch wurde das Telefon unbenutzbar langsam und merklich warm. Was die genaue Ursache war, habe ich nicht herausgefunden. nach einem Reboot war das Problem behoben.
Der Aktuelle zustand des RAMs lässt sich unter Einstellungen -> Apps -> Läuft anzeigen.

apt-get

Ich kann mir nie merken, wie das Paketverwaltungssystem von Linux zu bedienen ist. Also habe ich es mal aufgeschrieben.

Installieren und entfernen von Paketen:

Die Paketverwaltung macht man mit dem Programm  apt-get:

sudo apt-get install firefox Firefox herunterladen und installieren
sudo apt-get remove firefox Firefox deinstallieren
sudo apt-get purge firefox Firefox deinstallieren und alle konfigurationsdateien löschen

Pakete aktualisierern

sudo apt-get update Liste der verfügbaren Pakete herunterladen und neu einlesen
sudo apt-get upgrade Die installierten Pakete alle auf den neuesten Stand bringen (das ist der Stand zu dem Zeitpunkt, als das letzte apt-get update lief
sudo apt-get dist-upgrade Wie upgrade, wobei aber auch abhängige Pakete automatisch installiert und entfernt werden.
sudo apt-get autoremove Entfernt alle automatisch installierten Pakete, die nicht mehr benötigt werden

Wo kommen die Pakete her?

Entweder aus den offiziellen Repositories, oder aus manuell zugefügten.

Manuell repositories hinzufügen geht mit apt-key:

sudo add-apt-repository 'deb http://deb.opera.com/opera/ stable non-free'
wget -O - http://deb.opera.com/archive.key | sudo apt-key add -
sudo apt-get update

Damit wird das Repository in die Datei /etc/apt/sources.list eingefügt, und der Schlüssel zum Prüfen des Paketes heruntergeladen und installiert. (Frage: woher wissen wir, ob der runtergeladene Schlüssel auch wirklich der echte Schlüssel ist?)

Welche Pakete gibt es?

Das Programm apt-cache durchsucht die Paketliste und zeigt die verfügbaren Pakete an. Mit der Option -n wird nur im Feld „Name“ gesucht

apt-cache search -n transmission

Der neue Yaris

Nachdem mein altes Auto nicht mehr ging, habe ich mir ein neues zugelegt. Nach einem Toyota Yaris aus dem Jahr 2000 fahre ich nun einen Toyota Yaris aus dem Jahr 2013 – und der hat sich ziemlich verändert.

Zuerst sieht er anders aus. Sogar hübsch, würde ich sagen. Die Heckpartie ist vollkommen anders, mit einem breiten Chrom-Streifen in der Mitte, und vorne hat er jetzt eine spitze Nase. Die Stoßstangen, Außenspiegel und Türgriffe sind in Wagenfarbe lackiert, und er hat Alu-Felgen. Daran erkennt man, daß ich ihn diesmal nicht nach Wunsch bestellt habe, sondern einen beim Händler vorrätigen Wagen gekauft habe (denn es musste ja schnell gehen). Anderenfalls hätte er keine Alu-Felgen, und unlackierte Plastikteile.

Notwendige Extras sind für mich die elektrischen Fensterheber und die Zentralverriegelung mit Fernsteuerung (die hatte der alte nicht). Auch das Radio mit CD-Player und Anschluß für USB-Sticks ist wirklich schön. Mein altes Auto hatte nur ein Kassettendeck, weil der CD-Player 1000 DM Aufpreis gekostet hätte. Zum Vergleich: der DVD-Player in meinem Wohnzimmer hat 50€ gekostet.

Ob man eine Klimaanlage braucht habe ich lange überlegt. Mein altes Auto hatte eine, aber so richtig funktioniert hat sie nie. Das neue Auto hat auch eine. Ob es eine hätte, wenn ich es selber zusammengestellt hätte, kann ich nicht sagen. Man braucht sie vielleicht zwei Monate im Jahr, und dann auch nur auf der Autobahn (sonst mache ich lieber die Fenster auf).

Der Motor ist winzig – die halbe Motorhaube ist leer. Dafür hat er mehr Hubraum (1.3 liter statt 1,0 liter) und mehr Leistung (77 kW statt 50 kW). Ich muss aber sagen, daß er sich nicht wirklich schneller anfühlt. Wahrscheinlich müsste ich öfter schalten. Er hat ein 6-Gang-Getriebe und will schon im Stadtverkehr im 5. Gang gefahren werden – man muss quasi ständig hoch- oder runterschalten. Das alte Auto hatte nur fünf Gänge, und es hatte eine automatische Kupplung. Das war bequemer. Den Benzinverbrauch kann ich noch nicht exakt sagen, aber deutlich kleiner ist er definitiv nicht geworden.

Ein Ersatzrad gibt es nicht mehr, sondern eine Flasche mit einer dubiosen Reparaturflüssigkeit und einen Kompressor. Ich habe mein Ersatzrad nie gebraucht, aber wenn man es mal braucht ist man sicher froh, eines zu haben. Zumal die Reparaturflüssigkeit wohl nur für relativ kleine Löcher geeignet ist. Und der Kompressor ist leider auch nicht zum Prüfen und Aufpumpen der Reifen gedacht, sondern funktioniert nur in Verbindung mit der Reparaturflasche. Aber dafür hat man unter dem kofferraumboden jetzt Platz für das Warndreieck.

Der Kofferraum ist größer geworden (das ganze Auto ist größer geworden), Dafür ist die Rücksitzbank nicht mehr verschiebbar, aber geteilt umklappbar.

Zwei Dinge haben mich an meinem alten Auto schon immer gestört: die fehlende Kofferraum-Innenbeleuchtung und der Intervallbetrieb für den Heckscheibenwischer. Beides baut Toyota mittlerweile ein. An meinem neuen Auto stört mich, daß die vielen Ablagefächer (unter dem Lenkrad, links und rechts von der Mittelkonsole, das Brillenfach über dem Handschuhfach, und die Schublade unter dem Beifahrersitz) weggefallen sind. Ich habe keinen Platz für meinen Autoatlas gefunden, außer dem Kofferraum. Dafür habe ich drei Becherhalter und zwei Flaschenhalter, die ich nie brauchen werde.

Und das Handbuch muß ich noch erwähnen: ein dickes Buch mit über 500 Seiten. Davon 60 Seiten über das Öffnen und schließen der Tür, und drei Zeilen über das Starten des Motors. Wie viele Airbags ich habe, das konnte ich nicht herausfinden, weil das Handbuch für viele verschiedene Varianten und Ausstattungsmerkmale gilt, einschließlich eines Hybrid-Modells. Nur: welche von diesen vielen Varianten ich habe, das ist dem Handbuch nicht zu entnehmen.

Wenn dieses Auto mich auch 13 Jahre lang zuverlässig überall hinfährt, dann bin ich zufrieden damit.

Was kostet ein Auto?

Mein Auto ist letzten Monat auf der Autobahn über einen geplatzten LKW-Reifen gestolpert. Es sah von außen eigentlich nicht so schlimm aus: die Plastik-Stoßstange war abgerissen, der Kühler tropfte ein wenig, und der Lack hat ein wenig gelitten. Aber ein Gutachter schätzte die Reparaturkosten auf 5233,67 €, während ein gleichwertiges Auto für 2850€ zu bekommen wäre. Ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Aus diesem Anlass habe ich mal zusammengerechnet, was mich das Auto unterm Strich gekostet hat.

Export_Kfz-Kosten_2

Es handelt sich um einen Toyota Yaris, den ich Anfang 2000 neu gekauft und dann 13 Jahre lang und 112000 Kilometer weit gefahren habe. Die Daten sind teilweise geschätzt.

Wenn man die kosten für die Garage außer Acht lässt, dann machen die Kosten für das Auto selbst nur 30% der Gesamtkosten aus. Die Kosten für Benzin liegen mit 27% nur knapp darunter, dicht gefolgt von Versicherung (21%) und Wartung (17%). Die Versicherung war hier eine Vollkasko für die ersten fünf Jahre, danach nur noch Teilkasko. Die Kosten für Wartung enthalten einen durchgerosteten Auspuff, eine neue Windschutzscheibe nach Steinschlag, einen Satz neuer Reifen und einen Marderschaden; den Rest machen die jährlichen Inspektionen aus.

Rechnet man das alles zusammen, dann sieht man, was mich das Auto tatsächlich gekostet hat:

mit Garage ohne Garage
Gesamt 43.306,35 € 31.906,35 €
pro km 0,39 € 0,28 €
pro Tag 8,94 € 6,59 €

Mehr als erwartet?
Ich habe mir trotzdem wieder ein Auto gekauft.

USA schließt 21 Botschaften wegen Terrorgefahr

Wegen der Gefahr terroristischer Anschläge haben die USA ihre Botschaften in 21 Ländern vorübergehend geschlossen. Angeblich wissen sie von der Gefahr, weil sie die Kommunikation der Terroristen abgehört haben.

Das kommt ihnen sicher gerade sehr gelegen. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden haben sie jetzt die Gelegenheit, die Öffentlichkeit vom Nutzen der weltweiten Abhörprogramme zu überzeugen. Insbesondere dann, wenn es nicht zu einem Terrorangriff kommt (der wäre dann eben verhindert worden). In jedem Fall wäre die Presse erstmal von Snowden abgelenkt.

Mit Sicherheit werden die Geheimdienste  das Abhören nicht freiwillig aufgeben. Man muss selbst was unternehmen.

Die tagesschau hat auch darauf hingewiesen, daß auch die Terroristen ihre Ziele erreicht haben dürften: Angst und Chaos.

Hallo Welt!

Der Webserver
Der Webserver

Seit heute ist mein Webserver offiziell online. Das hier ist er. Im Inneren steckt ein Raspberry Pi und eine große Festplatte.

Eigentlich hätte er meine persönliche Cloud werden sollen: er hätte meine Dateien speichern sollen (statt Dropbox), und Kontakte und Kalender mit meinem Handy synchronisieren sollen. ownCloud behauptet, das zu können. Habe ich aber nicht hinbekommen.

Außer dem Webserver kann er momentan Videos auf meinen Fernseher streamen, den Drucker mit seiner parallelen Schnittstelle ansteuern, und noch ein paar andere nützliche Dinge. Deswegen ist er auch manchmal etwas langsam…